Dies geht aus im Juli von der DFG vorgelegten Bericht über Bewilligungen an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen (1996 - 1998) hervor. Auch im vorhergehenden Berichtszeitraum (1991 bis 1995) war die Uni Stuttgart bereits unter den ersten zehn, damals auf Rang sieben.
„Löwenanteil“ geht an Ingenieurwissenschaften
Die Universität Stuttgart verdankt ihre Position vor allem den Einwerbungen im Fachgebiet Allgemeine Ingenieurwissenschaften und Maschinenwesen (97,7 Millionen DM), ist aber auch in den Förderbereichen Architektur, Städtebau und Bauingenieurwesen (7,7 Millionen DM) gut vertreten. Insgesamt belaufen sich die Mittel im
ingenieurwissenschaftlichen Förderbereich auf 118,3 Millionen Mark; 28,5 Millionen gingen an
Naturwissenschaftler, 9,4 Millionen an Geistes- und Sozialwissenschaftler und 7,7 Millionen wurden im Förderbereich
Biologie/Medizin vergeben. Die Universität Stuttgart belegte im übrigen als einzige in allen vier Förderbereichen einen der ersten zehn Plätze. Betrachtet man nur die Bewilligungen in Ingenieurwissenschaften, steht die Uni Stuttgart bundesweit auf Rang zwei mit insgesamt 118,3 Millionen Mark nach der RWTH Aachen mit 137,8 Millionen.
Hoher Anteil für SFBs
Bemerkenswert ist der hohe Anteil für die Sonderforschungsbereiche (SFB) der Universität Stuttgart: 75,7 Millionen Mark wurden von 1996 bis 1998 für SFBs (zur Zeit sind zwölf dieser SFBs an der Uni Stuttgart angesiedelt; an zwei weiteren ist die Uni Stuttgart beteiligt) zur Verfügung gestellt. 81,9 Millionen wurden innerhalb allgemeiner Programme und 6,3 Millionen für Graduiertenkollegs vergeben. „Das Volumen an Fördermitteln, das die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einer Hochschule im Wettbewerb mit allen anderen bei der DFG einwerben, ist ein wichtiger Indikator für Initiativbereitschaft, Aktivität und Erfolg in der Forschung“, betonen DFG-Präsident Prof. Ernst-Ludwig Winnacker und der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Prof. Klaus Landfried, in ihrem Vorwort zu diesem Bericht.
Von Interesse ist in diesem Zusammenhang auch die jüngste Auswertung der Alexander von Humboldt-Stiftung über die Zielorte und Gastinstitutionen der Humboldt-Forschungsstipendiaten und -preisträger und das Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE). Bei beiden Auswertungen schnitt die Universität Stuttgart hervorragend ab; beim CHE-Ranking spielte zudem der hohe Drittmittelanteil der Stuttgarter Wissenschaftler eine wichtige Rolle (siehe dazu die Berichte in der Rubrik „Nachrichten & Berichte“).
/zi
Weitere Informationen:
http://www.dfg.de/berichtswesen/ranking.html