Klimawandel, Nullemissionsstrategie, versorgungssichere klimaneutrale Energiewende, Dekarbonisierung, Energieeffizienz, Urban Greening, Urban Mining, Kreislaufwirtschaft, Waste-to-X, Power-to-X, alternative Mobilitätskonzepte, Extremwetterereignisse, Water Reuse – alle diese Schlagworte unterstreichen die Relevanz innovativer Umwelttechnologien und die Notwendigkeit interdisziplinärer Denkansätze zum Schutz der Erde und als globaler Wirtschaftsfaktor.
In einem breit gefächerten, frei wählbaren Studienangebot aus Ingenieur- und Naturwissenschaften greift der Master-Studiengang Umweltschutztechnik an der Uni Stuttgart dieses Erfordernis auf und ermöglicht eine interdisziplinäre Ausbildung, um interdisziplinäre Lösungen aus Technik und aktueller Forschung für diese komplexen Aufgabenstellungen zu vermitteln. Sie haben die Möglichkeit Ihr Wissen entweder in Richtung der sieben nachfolgenden Studienrichtungen (spezialistischer Ansatz) oder breit über alle Facetten des Umweltschutzes auszubauen (generalistischer Ansatz):
- Wasser
- Umweltverfahrenstechnik
- Luftreinhaltung & Klima
- Verkehr und Mobilität
- Environmental Sciences
- Nachhaltige Energiesysteme
- Resiliente Stadt, Region & Ökologie
Wir leben den Schulterschluss zwischen interdisziplinärer Forschung und Lehre zu 100% (sog. Stuttgarter Weg).
Klimawandel, Artensterben, Extremwetterereignisse oder Kohleausstieg sind nicht nur Schlagwörter aus Wahlkampfauftritten oder Talkrunden für Sie, sondern Sie möchten durch technische Lösungsansätze neue Innovationen umsetzen, die der Umwelt wirklich helfen? Sie haben Ideen und Visionen wie die Welt besser und nachhaltiger werden könnte, aber Ihnen fehlt das technische Handwerkszeug? Dann ist das Studium der Umweltschutztechnik genau das Richtige für Sie und Sie passen ideal zu uns Umweltschutztechniker*innen.
Als Person sollten Sie idealerweise folgende Fähigkeiten mitbringen oder bereit sein sie zu erwerben:
- Begeisterung für Umweltbelange – Sie möchten aktiv zum Schutz und zur nachhaltigen Entwicklung unserer Umwelt beitragen
- Interesse an Technik, Mathematik und Naturwissenschaften – Ingenieurwissenschaftliche Grundlagen sind essenziell für das Studium
- Talent für Transfer-Denken und interdisziplinäre Lösungen – Umweltprobleme erfordern innovative, fachübergreifende Ansätze
- Mut, über den Tellerrand zu schauen – Nicht nur „mainstream“ denken, sondern unkonventionelle Ideen entwickeln, die in neue Innovationen münden
- Spaß an Teamarbeit – Umweltfragen lassen sich nur ganzheitlich betrachten. Die Zusammenarbeit mit verschiedenen Disziplinen ist entscheidend – sowohl im Studium als auch im späteren Berufsleben
- Offenheit für neue Herausforderungen – Nicht alle Umweltprobleme sind bereits bekannt. Offenheit und eine problemorientierte Herangehensweise sind daher essenziell
- Gute Kommunikationsfähigkeiten – Innovative Lösungen brauchen Akzeptanz: Ingenieur*innen, Industrie, Behörden und Gesellschaft müssen zusammenarbeiten. Klare Kommunikation und überzeugende Strategien sind der Schlüssel zum Erfolg
- Eigeninitiative und Teamfähigkeit – Umweltprobleme sind zu komplex, um sie allein zu lösen. Zusammenarbeit und Engagement sind essenziell – im Studium wie auch im späteren Berufsleben
Generalistische oder lieber spezialisierte Ausbildung? Liegen Ihre Interessen mehr in der Verfahrenstechnik, planerischen Aspekten oder in der zukunftsfähigen Energieversorgung? Möchten Sie lieber Water Reuse-Konzepte weiterentwickeln oder die Luftqualität in MegaCities verbessern? Die Entscheidung liegt bei Ihnen!
Wählen Sie aus insgesamt sieben verschiedenen verfügbaren Studienrichtungen:
- Wasser
- Umweltverfahrenstechnik
- Luftreinhaltung und Klima
- Verkehr und Mobilität
- Environmental Sciences
- Nachhaltige Energiesysteme
- Resiliente Stadt, Region und Ökologie
Für eine ganzheitliche Betrachtung von Umweltproblemen und deren Lösungsstrategien belegen Sie Vorlesungen aus mehreren verschiedenen Studienrichtungen.
Möchten Sie sich bei der Wahl der Studienrichtungen fokussiert auf Ihr absolutes Lieblingsthema spezialisieren? Geht auch!
Der Abschluss im Masterstudiengang Umweltschutztechnik an der Uni Stuttgart eröffnet den Studierenden hervorragende Berufsaussichten in vielfältigen Tätigkeitsfeldern – als Projektingenieur*in bis hin zur technischen Leitung oder sogar CTO. Absolvent*innen arbeiten in Unternehmen, dem öffentlichen Sektor, NGOs und NPOs auf nationaler sowie internationaler Ebene oder in der Forschung und Entwicklung in allen Umweltbereichen und -technologien.
Neben exzellenten Einstiegschancen bietet die interdisziplinäre Ausbildung auch hervorragende Aufstiegsmöglichkeiten in leitende Positionen.
Mögliche Karrieren sind:
- Technische Leitung in kommunalen bzw. industrieller Betriebe
- Projektmanagment für Planungs-, Entwicklungs- oder Bauprojekte
- Teamleitung in unterschiedlichsten Projekten
- Projektleitung
- Energieberatung
- Laborleitung
- Umweltmanagement
- Forschung & Entwicklung
- Technischer Vertrieb
- Immissionsschutz
- Planung und Genehmigung
- ...und vieles mehr
Doch wie gelingt der Einstieg in diese spannenden Berufe? Neben der fundierten Ausbildung spielt das richtige Netzwerk eine entscheidende Rolle. Hier kommt „Kontakt Umweltschutztechnik e.V.” ins Spiel – der Förderverein des Studiengangs Umweltschutztechnik. Er vernetzt Studierende, Absolvent*innen und Arbeitgeber und unterstützt bei der Suche nach Praktika, Abschlussarbeiten und Jobangeboten. Mit Kontakten zu Absolvent*innen aus über 25 Jahrgängen erhalten Mitglieder Zugang zu exklusiven Karrierechancen und können sich direkt bei den richtigen Ansprechpartnern bewerben. So erleichtert der Verein nicht nur den Berufseinstieg, sondern auch den Karriereaufstieg!
Welche Möglichkeiten bietet mir mein Studiengang?
Durch zahlreiche Kooperationsabkommen der Fakultät haben Studierende die Möglichkeit, einen Teil ihrer Module oder die Bachelorarbeit im Ausland zu absolvieren, beispielsweise über das europäische ERASMUS+ Programm. Direkte Partnerschaften bestehen unter anderem mit der Universiteit Utrecht (Niederlande), der Universitetet i Bergen (Norwegen) und der Politechnika Gdańska (Polen). Zudem gibt es enge Kooperationen mit der Chalmers University of Technology (Göteborg) im Bereich Energie sowie mit der University of Waterloo im Bereich Wasser.
Im Rahmen von ISAC – Improving Skills Across Continents – arbeitet die Fakultät mit zehn brasilianischen Universitäten zusammen. Darüber hinaus pflegen Professorinnen und Professoren weltweite Kontakte, darunter nach Curitiba (Brasilien), die weitere Austauschmöglichkeiten eröffnen.
Welche Möglichkeiten habe ich allgemein?
Interkultureller Austausch, Ihr Studienfach aus einer anderen Perspektive, Mehrsprachigkeit, Abenteuer, neue Freundschaften, Reisen… all dies erleben Sie während eines Auslandsaufenthalts! Sie interessieren sich für einen ein- bis zweisemestrigen Studienaufenthalt über die Austauschprogramme, für einen Forschungsaufenthalt, einen Sprachkurs oder ein Praktikum, oder Sie möchten an einer Summer School teilnehmen. Das Dezernat Internationales hilft Ihnen, Ihren Aufenthalt zu verwirklichen. Ihr erster Schritt ins Ausland beginnt mit einer Gruppenberatung im Dezernat Internationales, zu der Sie sich online anmelden können. Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung!
- Studium im Ausland
Gruppenberatungen, Partnerhochschulen, Sprachvoraussetzungen, Bewerbungsfristen, Finanzierung - alles Wichtige zum Auslandsaufenthalt
Bewerbung und Zulassung: Wie erhalte ich einen Studienplatz?
Zulassungsbedingungen
Voraussetzung ist ein Abschluss in einem mindestens sechssemestrigen Bachelorstudiengang (oder gleichwertig) in Umweltschutztechnik oder in einem inhaltlich nahe verwandten Studiengang. Die vollständigen Informationen über das Zulassungsverfahren und die Kriterien zur Feststellung der fachlichen Eignung finden Sie in der Zulassungsordnung.
Bewerbungszeitraum zum
Wintersemester:
15. Mai – 15. Juli
Sommersemester:
1. Dezember – 15. Januar
Wie ist der Aufbau meines Studiums?
Die Bewältigung von Umweltproblemen erfordert ein breites Fachwissen sowie spezialisierte Expertise. Daher stellt sich für Studierende im Laufe ihres Studiums unweigerlich die Frage, ob sie ein umfassendes interdisziplinäres Verständnis entwickeln oder sich gezielt auf ein spezifisches Fachgebiet spezialisieren möchten. Diese Entscheidung hängt von den individuellen Interessen und beruflichen Zielen ab. Der Studiengang bietet beide Möglichkeiten und ermöglicht es den Studierenden, ihren persönlichen Schwerpunkt entsprechend ihrer Neigungen zu setzen.
Für einen generalistischen Abschluss wählen Sie Ihre drei Masterfächer aus unterschiedlichen Studienrichtungen. Ein Beispiel könnte so aussehen:
- Das Masterfach Hydrologie aus der Studienrichtung Wasser, mit zwei Vertiefungsmodulen und einem Spezialisierungsmodul.
- Das Masterfach Mechanische Verfahrenstechnik aus der Studienrichtung Luftreinhaltung und Klima mit den entsprechenden Vertiefungs- und Spezialisierungsmodulen.
- Das Masterfach Umweltplanung aus der Studienrichtung Verkehr und Mobilität mit den zugehörigen Vertiefungs- und Spezialisierungsmodulen.
Diese Kombination führt zu einem generalistischen Masterabschluss, ohne dass eine Spezialisierung im Zeugnis ausgewiesen wird.
Falls Sie sich spezialisieren möchten, müssen Sie zwei Masterfächer aus derselben Studienrichtung belegen. Ein Beispiel für eine Spezialisierung in der Studienrichtung Nachhaltige Energiesysteme:
- Das Masterfach Erneuerbare Energien aus der Studienrichtung Nachhaltige Energiesysteme mit den zugehörigen Vertiefungs- und Spezialisierungsmodulen.
- Das Masterfach Rationelle Energieanwendung aus der Studienrichtung Nachhaltige Energiesysteme mit den zugehörigen Vertiefungs- und Spezialisierungsmodulen.
- Ein weiteres Masterfach mit den zugehörigen Vertiefungs- und Spezialisierungsmodulen, dass frei aus den Studienrichtungen gewählt werden kann.
In diesem Fall erhalten Sie einen spezialisierten Masterabschluss in der Studienrichtung Nachhaltige Energiesysteme, der auch auf deinem Abschlusszeugnis vermerkt wird. Sollte sich Ihr Fokus im Laufe des Studiums ändern, können Sie durch die flexible Struktur des Studiengangs Ihre individuelle Fächerwahl anpassen.
In beiden Fällen wird Ihr Abschluss durch die Masterarbeit (30 ECTS) vervollständigt.
Die Prüfungsordnung bietet die Möglichkeit, ein oder zwei Wahlmodule "Fachpraktikum" à 6 ECTS-Credits zu belegen. Sie ersetzen gegebenenfalls SQ- und/oder Wahlmodule im Umfang von 6 bzw. 12 ECTS-Credits. Bitte beachten Sie unbedingt die Richtlinien für externe Fachpraktika. Vor Beginn eines jeden Fachpraktikums muss eine Genehmigung durch eine entsprechende Fachprofessorin bzw. einen Fachprofessor erfolgen. Diese/r muss auf dem Formblatt zu den Fachpraktikumsrichtlinien ihr/sein Einverständnis per Unterschrift erklären und das Fachpraktikum genehmigen, sonst kann später keine Anerkennung erfolgen.
Im Modulhandbuch und im Studienplan werden die einzelnen Module mit den dazugehörigen Lehrveranstaltungen, den Inhalten und den Prüfungsleistungen beschrieben.
- Studienplan und Modulhandbuch
Studienaufbau und ausführliche Modulinformationen mit Klick auf das Buch-Symbol.
Kann ich in Umweltschutztechnik mal reinschnuppern?
Haben Sie einen Bachelor in einem ingenieurwissenschaftlichen Fach und möchten Ihr Wissen in Richtung Umweltschutz erweitern? Oder sind Sie noch im Bachelorstudium und interessieren sich für umwelttechnische Themen? Dann laden wir Sie herzlich ein, spannende Einblicke in dieses zukunftsorientierte Feld zu gewinnen!
Nutzen Sie die Möglichkeit, durch Schnuppervorlesungen im Bereich Umweltschutztechnik einen direkten Eindruck von den Themen und Fragestellungen zu erhalten, die Sie sowohl im Studium als auch im späteren Berufsleben erwarten.
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Daniel Dobslaw
apl. Prof. Dr.-Ing. habil.Arbeitsbereichsleiter Biologische Abluftreinigung (ALR)
