Ein Verwandlungsschloss oder ein Schatzsuch-Mobil – wenn es nach Kindern ginge, gäbe es für jedes Problem die passende Maschine. Zum ersten Mal in Deutschland werden im Projekt MyMachine ihre Traummaschinen Wirklichkeit: Grundschulkinder beschreiben Maschinen, die Studierende der Universität Stuttgart designen und Mittelstufenschüler*innen bauen. Dabei lernen die Studierenden nicht nur, Modelle für ausgefallene Maschinen zu entwerfen: Die Kinder sind ihre strengen Kund*innen, die es zu überzeugen gilt.
Galileo-Bildungshaus: Schüler*innen liefern Ideen
Im Februar 2025 trafen die Studierenden das erste Mal auf ihre Auftraggeber: Schüler*innen des Galileo-Bildungshauses durften ihre Ideen aufzeichnen und nach einer Abstimmung stand fest, welche Maschinen gebaut werden. Die Studierenden, die ihre vorlesungsfreie Zeit mit dem Projekt verbringen, unterstützten die Kinder in dieser Ideen-Phase: „Als Kind hätte ich es total gefeiert, wenn es so etwas gegeben hätte“, sagt Benedict Roth, der Luft- und Raumfahrttechnik im Bachelor studiert. Auch Patrik Müller, Technologiemanagement-Student im Master, verbringt seine Zeit gern mit MyMachine: „Zeitlich hat das Projekt toll in die Semesterferien gepasst. Es macht Spaß, die Wünsche der Kinder zu designen.“
Zwischenstand: Traummaschinen gefallen den Kindern
Als nächstes steht die Staffelstabsübergabe an die Schüler*innen der Max-Eyth-Schule an, die die designten Maschinen bauen. Vorher durften sich die Grundschüler*innen noch einmal anschauen, wie ihre Bilder und Beschreibungen in Designs umgesetzt wurden. Im Café frei[raum] konnten die kritischen Kund*innen überzeugt werden. In die Umsetzung schafften es vier Maschinen. Das „Verwandlungsschloss“ hält wie ein begehbarer Kleiderschrank Kleidung und Schmuck, aber auch Komplimente bereit. Der „Freund fürs Leben“ ist ein Roboter-Haustier, das sich fernsteuern lässt. Außerdem werden noch ein Schiff, das Müll vom Grund aufsammelt, und ein Mobil, mit dem sich Schätze suchen und sammeln lassen, gebaut.
Obwohl das Projekt in die Prüfungsphase fiel, waren die Studierenden begeistert, dass sie Gelerntes anwenden konnten, um Kinderträume wahr zu machen: „Grundschüler*innen sind natürlich sehr besondere Kund*innen. Aus ihren kreativen Ideen ein konkretes Design abzuleiten, hat viel Spaß gemacht“, sagt Larissa Merz, die Umweltschutztechnik studiert. Auch Amelie Heinen, Maschinenbaustudentin im Master, war begeistert: „Vor allem Skills wie Gruppenarbeit und Konstruktion konnte ich gut in das Projekt mit einbinden.“
Auf dem FUTUROMUNDO EDU Zukunftsfestival vom 3. bis 4. Juli werden die fertigen Traummaschinen präsentiert. Am 3. Juli 2025 können die Maschinen in der Max-Eyth-Schule und ab dem 5. Juli auf dem Cannstatter Wasen begutachtet werden. Weitere Informationen zum FUTUROMUNDO-Festival gibt es auf der offiziellen Website.
Kontakt
Verena Weber
Volontärin